Projekte

Das Kerzenprojekt 2017 – The Candle Project 2017

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Meine Bienen haben das Wachs für diese vier Kerzen-Skulpturen produziert, die Licht und Freude in die dunkelsten Wochen des Jahres bringen. Die vier Staatsführer wurden an den Adventssonntagen „erleuchtet“.

My bees provided the wax for these four candles, bringing light and joy into the darkest week of the year. The four state-leaders have been „enlightened“ on the four advent sundays.

Zu sehen bei  / you can watch them at

Vimeo

Trumps Erleuchtung / Trump´s Enlightenment –  https://vimeo.com/245604427

Putins Erleuchtung / Putins´s Enlightenment – https://vimeo.com/246595017

Erdogans Erleuchtung / Erdogan´s Enlightenmenthttps://vimeo.com/247617154

Kims Erleuchtung / Kim´s Enlightenment – https://vimeo.com/248502431

und bei Instagram  @baerbelrothhaar

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Im Rahmen des HONIGKINO der Künstlerinnengruppe MOABEES

wurden am 21.8.2015 im Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) erstmals die Bienen-Kamera (nach einer Erfindung von Adrian Dyer und Sue Williams) installiert. Die Ausstellungsbesucher konnten sich durch ein Facettenauge fotografieren lassen – quasi mit dem Blick einer Biene gesehen. Als nächstes folgt die malerische Umsetzung der Portraits.

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I presented my BEE CAMERA (Ray Selector Camera, after Adrain Dyer and Sue Williams) at the HONEY CINEMA of the artist group MOABEES, at ZK/U, Berlin-Moabit. Painted versions of the portraits will follow.

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Talking Heads

Einige meiner Projekte ziehen sich über viele Jahre wie „rote Fäden“ durch meine Arbeit. Das vielleicht umfangreichste ist das Projekt Talking Heads, an dem ich bereits seit 2001 arbeite. Damals wollte ich eigentlich „nur“ einige keramische Plastiken herstellen, die als Bienenbehausung dienen sollten. Aber da ich nicht so viel Erfahrung in der plastischen Darstellung von Körpern und Köpfen hatte, fing ich an zu üben…. Neben etlichen lebens- und überlebensgroßen Köpfen entstand eine inzwischen auf über hundert Exemplare angewachsene Sammlung von kleinformatigen plastischen Portraits. Als mein Galerist Samuel Lallouz die ersten 20 davon sah, meinte er, jeder einzelne davon hätte sicher eine Geschichte zu erzählen. Das war der Anstoß, von da an auch Tonaufnahmen von den Lebensgeschichten der Portraitierten zu machen.


Die Talking Heads wurden an verschiedenen Orten gezeigt und es wurden dabei immer mehr:

2008

Querköpfe, Galerie Nord

2008 existierten circa 20 Portraits, die im Rahmen der Ausstellung Querköpfe gezeigt wurden. Danach fing ich an, von den keramischen Originalen auch Gussformen zu bauen, damit ich Abgüsse in Gips und Wachs herstellen kann.

Die Talking Heads in der Galerie Nord, 2008
Die Talking Heads in der Galerie Nord, 2008

2009

zeigte die Montrealer Galerie Samuel Lallouz das Projekt Talking Heads. Das Bild zeigt die unausgepackten Köpfe. Teil der Ausstellung war eine Klanginstallation, bei der die Lebensgeschichten von etwa 30 Menschen in Englisch, Französisch und Hebräisch erklingen.

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Das Projekt Talking Heads in Montreal wurde noch um ein Bienen-Kunstprojekt erweitert. Der kanadische Imker Christian Maclé erlaubte mir, 12 der aus Wachs gegossenen Köpfe für etwa zwei Wochen in seine Bienenstöcke einzubauen und die Bienen daran arbeiten zu lassen.

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Die von den Bienen veränderten Portraits wurden in Plexiglas-Kästen präsentiert.

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2009

Kunstraum Mausoleum

Im Sommer 2009 installierte ich 16 der Talking Heads in einem Mausoleum des Berliner Matthäus-Kirchhofs als Teil des Projekts „Kunstraum Mausoleum“. Der abgeblätterte rosa-graue Putz und die meditative Atmosphäre dieses historischen Friedhofs, auf dem auch die Brüder Grimm und andere Berühmtheiten begraben sind, gaben dieser Installation einen ganz besonderen Charakter.

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Auch hier war mir die Klanginstallation wichtig. Ich habe 16 Personen, vom Schulkind bis zum alten Menschen, zu ihren Einstellungen und Erlebnissen mit dem Thema Tod befragt. Die sehr persönlichen Geschichten konnten von den Besuchern im Mausoleum abgespielt werden.


2009

„Tierperspektiven“, Georg-Kolbe-Museum

Ebenfalls in Sommer 2009 zeigte das Georg-Kolbe-Museum in Berlin-Westend die Ausstellung „Tierperspektiven“, kuratiert von Dr. Jessica Ullrich. Im Garten des Museums installierte ich einen Bienenschaukasten, in dem acht Wachsabgüsse von Portraits vor einem Hintergrund handgeschriebener Lebensberichte zu sehen waren. In den sechs Wochen der Ausstellung zernagten die Bienen das Papier und bauten Waben über die Köpfe. Eine Webcam nahm die Bilder auf und veröffentlichte sie auf der Homepage des Umweltbundesamts in Dessau, in dem zeitgleich eine weitere Bienen-Kunst-Ausstellung unter dem Titel Apis Regina zu sehen war.

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2014

Portraitbüro, zebrapony

2014 war die Sammlung der Talking Heads inzwischen auf über 100 Köpfe angewachsen und ich suchte nach einer Möglichkeit, sie in einem kommunikativen und interaktiven Rahmen zu zeigen. Der projektraum zebrapony in Neukölln war bestens geeignet, nicht nur sämtliche Talking Heads als große „Wolke“ von Köpfen zu installieren, sondern ich hatte zudem die Gelegenheit, viermal pro Woche im Ladenraum und sogar auf der Straße davor zu arbeiten. Bei den beliebten Veranstaltungen des zebrapony wie „Kunst&Torte“ und „Suppe&Stulle“ waren die Besucher auch selbst als Zeichner aktiv. Die Zeit war anstrengend, denn ich bin es nicht gewohnt, vor Publikum zu arbeiten, aber die Begegnungen dort waren ungeheuer spannend und anregend!

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2015

TALKING HEADS im Frauentreffpunkt Schmiede, Richardplatz 28, Berlin-Neukölln von 30.07. – 25.09.2015

und im Rahmen des WOMAD-Festivals in Cáceres,Spanien:

Von 7. Mai bis 12. Juli 2015 in Los 7 Jardines, Calle Rincón de la Monja, 9, 10003 Cáceres (Extremadura, Spanien)


LIFELINES – Zwölf Gesichter aus Berlin-Moabit, 2012

Die Gruppe DAILYBREADberlin (Bärbel Rothhaar, Hanneke van der Hoeven und Christiane Keppler) führte 2012 dieses Projekt mit vierzehn in Berlin-Moabit lebenden älteren Menschen durch. Die Teilnehmer waren selbst künstlerisch aktiv und wurden von uns in einem kommunikativen Prozess begleitet. Es entstanden fotografische Aufnahmen, Skizzen, plastische Studien und Tonaufnahmen der Lebensgeschichten, die während der Ausstellung im Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZKU/Berlin) im Januar 2013 gezeigt wurden. Dies sind einige meiner zwölf Portraits, gemalt mit Öl auf Filzpappe, jeweils etwa 100 x 80 cm groß.

Mich faszinierten besonders die Kinderbilder, die die Teilnehmer mitbrachten. Sie waren eine wichtige Grundlage der Gespräche und für mich vermittelten sie sehr eindrücklich die Zeit, in der die Portraitierten aufgewachsen sind.

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Installationsansicht beim Aufbau der Ausstellung in der alten Packhalle des ZKU/Berlin
Installationsansicht beim Aufbau der Ausstellung im ZKU/Berlin

Bienen-Hotelzimmer, 2011-2012, Loitz, Mecklenburg-Vorpommern

Im Rahmen von Vereinte Vereine, Projekt des Kunstvereins Loitz

Ein Hotel in Loitz, einem Ort am nord-östlichen Rand der ehemaligen DDR, beherbergte einen Monat lang das BIENEN-HOTELZIMMER. In dieser temporären Kunstinstallation teilten die Hotelgäste den Raum mit einem Bienenvolk, das in einem gläsernen Schaukasten lebte.

In einer ungewöhnlich langen Vorbereitungsphase von zwei Jahren habe ich mit vier Loitzer Imkern zusammengearbeitet. Sie wurden interviewt, portraitiert und waren bereit, ihre wächsernen Portraits für eine gewisse Zeit in ihre eigenen Bienenvölker einzusetzen, um sie dort von den Bienen verändern zu lassen.

Die Interviews zeigten, dass sich die Imkerei seit der Wende wirtschaftlich nicht mehr lohnt und dass es deshalb auch keinen Imker-Nachwuchs gibt. Es steht also zu befürchten, dass die Honigbienen in diesem Landstrich vom Aussterben bedroht sind. Was das für das ökologische Gleichgewicht (z.B. Bestäubung von Pflanzen) bedeutet, ist noch gar nicht absehbar.

Abgussformen für die plastischen Portraits
Abgussformen für die plastischen Portraits

Einer der Imker betreute die Installation eines lebenden Bienenvolkes während des Kunstfestivals. Die Bienen lebten in einem verglasten Schaukasten, der einen Ausgang ins Freie hatte, so dass die Gäste des Hotelzimmers sie gefahrlos zu allen Tages- und Nachtzeiten beobachten konnten. Die eigens angefertigte Bettwäsche des Hotelzimmers war mit den Erzählungen der Imker und Diagrammen der Tanzsprache der Bienen bedruckt. An den Wänden waren die bereits von den Bienen bearbeiteten Imkerportraits zu sehen.

Die Gäste des Hotelzimmers wurden gefilmt und zu ihren Erfahrungen mit den Bienen befragt. Mich interessierte vor allem die Spannung zwischen öffentlichem und privatem Raum. Menschen sind im Schlaf offen und verletzlich, und was wäre intimer als ein Schlafraum? Sie sollten in diesem Raum einem Lebewesen begegnen, das sich sozial organisiert und dazu höchst komplexe Kommunikationstechniken entwickelt hat, uns aber in gewisser Weise doch fremd bleibt.

Das Bienen-Hotelzimmer in Aktion, Gäste des Hotelzimmers und die bedruckte Bettwäsche
Das Bienen-Hotelzimmer in Aktion, Gäste des Hotelzimmers

En Face

2005 zeigte das Karl-Ludwig- Böke-Museum in Leer gemalte und plastische Portraits unter dem Titel „En Face“. Ludwig Brundiers, der Museumsleiter, schrieb dazu: „…Die Künstlerin zeigt uns mit zarter Beharrlichkeit, sanft und kraftvoll zugleich, was es heute im Kontext der Künste heißt, Portraits zu malen und zu formen.“

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Installationsansichten
Installationsansichten

Teeportraits

Aus der En Face-Ausstellung entwickelte sich ein weiteres Portraitprojekt im Auftrag der Firma Bünting in Leer. Für das 200-jährige Firmenjubiläum 2006 sollten die 27 Mitarbeiter des Stammhauses portraitiert werden. Für die „Teeportraits“ entwickelte ich zum ersten Mal ein interaktives Konzept, bei dem ich den “Modellen“ bewusst eine aktive Rolle geben wollte. In der Arbeitsphase konnte jeder der Mitarbeiter ein eigenes Muster aus Teeblättern auf einem Scanner anordnen und eine Farbkombination wählen. Das Teemuster bildete den Hintergrund des jeweiligen Portraits , das in den Wunschfarben gemalt wurde. Im Mai 2006 wurde die Bilderserie im Karl-Ludwig-Böke-Museum in Leer gezeigt und die Portraits den Mitarbeitern als Geschenk überreicht.

Skizzen
Skizzen
Ein Mitarbeiter stellt sein „Teemuster“ her.
Ein Mitarbeiter stellt sein „Teemuster“ her.
Drei der Portraits, Öl auf Nessel, je 30 x 40 cm
Drei der Portraits, Öl auf Nessel, je 30 x 40 cm

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